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Chaos im Untergrund - Fakten statt Mythen!

First come – first served: Die zukünftigen Nutzungen des Untergrunds für die Gewinnung von Rohstoffen und Energie, für die Lagerung von Abfällen, für den Bau von Infrastrukturen und für Grundwasserfassungen bergen Potential für gesellschaftliche und politische Spannungen. Mangelnde Planung für die öffentlichen und privaten Nutzungsansprüche sowie für den Grundwasserschutz im Untergrund führen zu Konflikten. Fakten und Antworten rund um das Thema Raumplanung im Untergrund, um die Aufgabenverteilung zwischen den öffentlichen Verwaltungen, der Wirtschaft und der Wissenschaft und Diskussionen nach der nachhaltigen Nutzung des Untergrunds in der Schweiz gibt es am diesjährigen Symposium auf dem Gurten bei Bern.

01.08.2018 | CHGEOL

Eine umfassende 3D-Raumplanung mit Einbezug des Untergrundes


Durch neue technische Entwicklungen eröffnen sich viele Möglichkeiten zur Nutzung des Untergrunds. Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verlangt nach mehr Raum; der Boden unter unseren Füssen ist für die Raumplanung wertvoller denn je. Ein wertvolles Gut muss auch geschützt und die Nutzung geregelt werden. Das Raumplanungsgesetz (RPG) wird zurzeit revidiert und den neuen Herausforderungen angepasst. Wie ist der Stand der zweiten Etappe der RPG-Revision?

Verkehrsverbindungen wie Tunnels, aber auch Transportwege wie dereinst Cargo sous terrain (CST) brauchen Raum im Untergrund. Dazu kommen öffentliche und private Nutzungsansprüche für unterirdische Siedlungsbauten. Der nachhaltige Schutz der Umwelt (insbesondere Gewässer- und Grundwasserschutz) und des archäologischen Kulturerbes ist noch Rechnung zu tragen. Der Untergrund ist weiterhin Wirtgestein für eine Vielzahl von Ressourcen (Grundwasser, Erdwärme, Kiese, Salz usw.) und kann zur Speicherung verwendet werden (Wasser, CO2 usw.). Grosse Nachfrage nach einem knappen Gut: Sind bei untertägigen Bauvorhaben nicht auch Konflikte vorprogrammiert? Und ist die Wirtschaftlichkeit noch gegeben? Welche Rolle spielen die dreidimensionalen geologischen Modelle der Landesgeologie bei der Raumplanung im Untergrund?

Antworten zu diesen Fragen und zu weiteren Themen rund um das Bauen im Untergrund gibt es am Symposium zur untertätigen Raumplanung am 3. Oktober 2018 auf dem Gurten (Patronat Schweizerischer Städteverband). Der Schweizer Geologenverband CHGEOL organisiert mit Unterstützung der Landesgeologie von swisstopo, der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT, des Bundesamts für Raumentwicklung ARE und dem Fachkreis Nutzung Untergrund FNU das Symposium Chaos im Untergrund – Fakten statt Mythen! Zur untertägigen Raumplanung in der Schweiz auf dem Gurten bei Bern.

Das Podium richtet sich an Entscheidungs- und Bedenkenträger aus Verwaltung und Politik, die mehr wissen wollen über die nachhaltige Nutzung des Untergrunds. Durch den Anlass führt die Journalistin Karin Frei. Online-Anmeldung über chgeol.org/tiefenplanung-symposium-2018/

Links:

Schweizer Geologenverband CHGEOL

Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT

Fachkreis Nutzung des Untergrunds 

Bundesamt für Raumentwicklung ARE

Schweizerischer Städteverband

Symposium on underground spatial planning on October 3, 2018 in Bern

Artikel zum Thema Untergrund im Magazin HORIZONTE