Checklisten für geologische Aufgaben

Checklisten, Muster-Inhaltsverzeichnisse, Muster-Berichte, Arbeitshilfen – solche Standards werden als Empfehlungen in verschiedenen Geologiebereichen abgegeben. Sie einzuhalten, entspricht der guten fachlichen Praxis.

Stift, Papier, Taschenrechner
Checklisten sind ein wichtiges Mittel zur Qualitätssicherung.

Projektablauf von der Zielsetzung bis zur Kontrolle

Problemstellung und Zielsetzung sind vor Arbeitsbeginn zu definieren und in der Dokumentation der Arbeit (meist Bericht) anzugeben. Das Vorgehen und die angewendeten Methoden sollen für die vorliegende Problemstellung und Zielsetzung geeignet sein. Die Dokumentation soll eine logische und nachvollziehbare Darstellung der Arbeit sowie begründete und eindeutige Folgerungen enthalten, bzw. auf verbleibende Unsicherheiten hinweisen und zielorientiertes weiteres Vorgehen vorschlagen.

Je nach Aufgabenstellung und Auftrag können Umfang und Darstellung einer geologischen Arbeit unterschiedlich ausfallen. Unabhängig von der Grösse sollten die folgenden Anforderungen stets eingehalten werden.

Angaben aufführen zu:

  • Auftraggeberin, Auftraggeber (eventuell auch Offert- und Auftragsdatum)
  • Namen der Verfasserin, des Verfassers/der Bearbeiterin, des Bearbeiters
  • Eventuell Angaben zur Verantwortlichkeit
  • Projektphase


Weiterhin zu beachten:

  • Die Problemstellung und Zielsetzung sind definiert und in der Dokumentation der Arbeit angegeben (Auftragsanalyse).
  • Das Vorgehen und die angewendeten Methoden sind für die vorliegende Problemstellung und Zielsetzung geeignet.
  • Aktuelle Normen und Richtlinien im Fachbereich werden eingehalten.
  • Ausgeführte Arbeiten sind aufgelistet.
  • Benutzte Unterlagen sind aufgelistet (Quellenverzeichnis).
  • Vorgehen und Resultate sind logisch und nachvollziehbar dargestellt.
  • Die Darstellung ist übersichtlich und prägnant.
  • Untersuchungsgebiet und Sondier- oder Probenahmestellen sind klar definiert (Koordinaten, Höhen, Situationsplan mit Massstab, Orientierung). Messprotokolle, Probenahmeprotokolle usw. sind beigelegt.
  • Daten und Interpretation sind klar voneinander getrennt.
  • Die Arbeit enthält nachvollziehbare, begründete und eindeutige Folgerungen oder weist auf verbleibende Unsicherheiten hin; sie enthält gegebenenfalls Angaben zu Repräsentativität oder Risikobetrachtung
  • Kontrollen (Koreferat, Supervision) wurden durchgeführt und dokumentiert.

Diese Punkte stellen die allgemeinen Grundsätze für die Dokumentation geologischer Arbeiten dar. Sie einzuhalten tut der Geologie auf alle Fälle gut!

Checklisten aus der Schweizer Geologie-Szene


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