Anthropogene Umweltbelastungen

Die unterschiedlichsten Festgesteine und Gesteinsteile verwitterten im Lauf der Jahrtausende zu fruchtbaren Böden. Sie stellen die unerlässliche Basis für das terrestrische Ökosystem, für Pflanzenwachstum und höheres Leben dar. Die Nationale Bodenbeobachtung NABO beobachtet den Zustand und die Entwicklung der Bodenbelastung und ist ein wichtiges Instrument im vorsorglichen Bodenschutz.

Bohrkerne einer Humaxprobe von einem Referenzstandort
Bohrkerne einer Humaxprobe (0-40 cm) von einem Referenzstandort
© BAFU

Kurzbeschreibung

Die Schadstoffbelastungen im Boden haben seit der Industrialisierung stark zugenommen. Diese Schadstoffe werden nicht abgebaut und verbleiben im Boden viel länger als in der Luft oder den Gewässern. Ist die Schadstoffbelastung hoch, sinkt die Bodenfruchtbarkeit. Verunreinigte Böden sind kaum oder nur sehr aufwendig zu sanieren. Für den vorsorglichen Bodenschutz braucht es eine langfristige Bodenbeobachtung und belastbare Daten, die wiederum die wissensbasierte Grundlage für umweltpolitische Massnahmen darstellen. 

Zum Auftrag der seit 1984 gemeinsam von BAFU und BLW betriebenen NABO gehören die landesweite zeitliche und räumliche Erfassung und Beurteilung von Belastungen, die Erfolgskontrolle von Bodenschutzmassnahmen, die Früherkennung negativer Trends und die Prognose zukünftiger Bodenbelastungen.

Daten

Anthropogene Umweltbelastungen: Daten

Das NABO-Referenzmessnetz erfasst die Hintergrundbelastung der Böden, aber keine Verdachtsflächen oder Altlasten. Es umfasst aktuell 105 Dauerbeobachtungsstandorte in der Schweiz, die in einem 5-jährigen Zyklus beprobt werden. Das Analysenprogramm beschränkt sich auf die sogenannten Totalgehalte der Verordnung über Belastungen des Bodens VBBo von 1998 (Cd, Cr, Cu, Hg, Mo, Ni, Pb und Zn) und Co sowie auf wichtige Bodenkenngrössen.
 

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Geologische Gefahren

Fachkontakt

Sektion Altlasten (BAFU)
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Sektion Boden (BAFU)
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Schadstoff-Freisetzungen (SwissPRTR)