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Politische Vorstösse

Geologie hat auch eine politische Dimension! Beispielsweise gibt es derzeit kein Bundesgesetz, das den geologischen Untergrund regelt. Das Thema wird jedoch seit einigen Jahren sowohl in den Bundeskammern als auch in Fachkreisen lebhaft diskutiert.

Regulierung des Untergrundes in der Schweiz

In der Schweiz wird die Nutzung des Untergrundes in Zukunft eines der Hauptdiskussionsthemen sein. Als dritte Dimension der Raumplanung stellt der Untergrund eine Herausforderung sowohl für die Entwicklung strategischer Lager- und Transportinfrastrukturen als auch für die Sicherung der Versorgung des Landes mit verschiedenen lebenswichtigen einheimischen Georessourcen (Energie, Wasser, Materialien) dar. In der zweiten Revision des Raumplanungsgesetzes sollen einige wesentliche Grundsätze festgelegt werden, um die teilweise divergierenden Interessen der verschiedenen Beteiligten zu koordinieren: Grundwassernutzung, Gewinnung von mineralischen Rohstoffen, Geothermie, Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle und Tunnel. Es ist daher unerlässlich, ein besseres Verständnis des Untergrunds zu erlangen. Um eine kohärente Planung auf nationaler und kantonaler Ebene zu ermöglichen, sind moderne Instrumente erforderlich.

Eine Liste der parlamentarischen Interpellationen, die im Zusammenhang mit der Untergrundsproblematik eingereicht wurden, kann auf der Website des Schweizer Parlaments eingesehen werden. Mehrere Berichte, die in diesem Zusammenhang von hohen Bundesbehörden veröffentlicht wurden, verdienen Aufmerksamkeit.  

  • Nutzung des Untergrundes (2014). Bericht des Bundesrates zur Nutzung des Untergrundes in Erfüllung des Postulats 11.3229, K. Riklin, 17.03.2011.
  • Fracking (2017). Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats 13.3108, A. Trede, 19.03.2013.
  • Geologische Daten zum Untergrund (2018). Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats 16.4108,  K. Vogler, 16.12.2016.